„Ehrfurcht vor dem Leben“ (Albert Schweitzer) – Tier-und Friedensethik

„Gudrun das Legehuhn“ (fächerübergreifend: Ethik6/Musik 6c)

Die  Ethik-Klasse 6 des Gymnasiums Feuchtwangen befasste sich im Schuljahr 2015/16 mit dem Hauptgedanken des Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer (1875-1965): nämlich  „Ehrfurcht vor dem Leben“, insbesondere der „Ehrfurcht vor den Tieren“. Am Arbeiten und Recherchieren über die aktuelle „Tierhaltung in Legebatterien“ entstand die Idee zu „Gudrun das Legehuhn“.
Gudrun fristet ein jämmerliches Dasein in einer Legebatterie  („Ihr Leben ist nur Qual, ihr Stehplatz viel zu schmal. Ihr Federkleid zerrupft, voll Wunden rot getupft.“), traut sich aber ihre Meinung zu sagen („Mein´st ich leg den ganzen Tag!“), unterbreitet den Menschen einen Vorschlag („Laßt uns die Rollen tauschen, rasch, geschwind: ich Mensch und Du nun Tier!“) und appelliert an uns alle („Weg mit den Legebatterien!“).
Die fünf Strophen zu „Gudrun das Legehuhn“ wurden sodann gemeinsam mit den Mitschülern der Klasse 6c musikalisch umgesetzt.

Auch zeichneten alle beteiligten Schüler für den hier vorliegenden Musikvideoclip über 60 Bilder und montierten eigenständig am Computer ihre Zeichnungen an die passende Stelle über die Audiospur.
Zwei wesentliche Zitate von Albert Schweitzer zur Tierethik umrahmen das Musikvideos, und verweisen so auf die wichtige Botschaft des Philosophen und Urwaldarztes, der schon vor mehr als 70 Jahren an die Menschen appelliert hatte, mit den Tieren und allem Leben ehrfürchtig umzugehen.

 

„Ein bisschen Friede“ (fächerübergreifend: Ethik10/Musik 9c)

Auch die  Ethik-Klasse 10 unseres Gymnasiums Feuchtwangen befasste sich im Schuljahr 2015/16 mit Albert Schweitzer (1875-1965) (anlässlich seines 140. Geburtsjahres und seines 50. Todesjahres); insbesondere mit Schweitzers Friedens- und Waffenreduzierungsappell (gerichtet an die USA und die Sowjetunion) in seiner Friedensnobelpreisrede von 1954.
Die aktuelle Thematik „Flucht“, „Zuwanderung“ und „Flüchtlingssituation in Deutschland“ brachte uns auf die Idee der Schilderungen eines jungen in einer Deutschen  Landesaufnahme-einrichtung für Flüchtlinge (LEA) „gestrandeten“ Flüchtlings, der sich auf Grund dessen, was er alles an schrecklichen Dingen erlebt hat nur noch eines wünscht: nämlich „Ein bisschen Friede“.

Die Klasse 9c setzte den neunstrophigen Text der Ethik 10 musikalisch um.
Die Exkursion aller beteiligten Schüler in die LEA Ellwangen (mit damals 3500 Flüchtlingen) mit Führung und Gesprächsmöglichkeit mit den Flüchtlingen machte uns alle sehr nachdenklich.
Das Musikvideo, wie auch unser Bericht für unsere Schülerzeitung reflektieren unsere Eindrücke.
Textlich eingerahmt wird das Musikvideo mit zwei wichtigen Friedens-Zitaten von Albert Schweitzer; musikalisch eingerahmt mit Bachs „Orgel-Toccata“, um hier an Schweitzers Orgelkonzert-Tourneen durch Europa und die USA zu erinnern, wo er Spendengelder für sein Leprakrankenhaus in Lambarene sammelte.
Die Botschaft, die wir mit unserm Gedicht/Lied anregen möchte ist schlicht und ergreifen nur eine: nämlich „ein bisschen Friede auf der Welt!“

Dr. Barbara Haas