Schüler des Feuchtwanger Gymnasiums gewinnen „Euroscola“-Teilnahme im Europäischen Parlament in Strasbourg

Strasbourg, Europäisches Parlament am 30.03.2017
21 Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Feuchtwangen erlebten vergangenen Freitag „die Stimme der Bürgerinnen und Bürger in der EU“ – gemeint ist das „Europäische Parlament“ in Strasbourg.  
Mit ihrem Lied „Ein bisschen Friede“ (Siehe „Schulleben 2015/16) hatten die ehemalige Musik 9c und die Ethik 10 mit ihrer Lehrerin Dr. Barbara Haas den „Euroscola-Wettbewerb 2016“ gewonnen und somit die Einladung ins „Centre européen de la Jeunesse“, dem Jugendzentrum des Europäischen Parlaments ausgesprochen bekommen.
Treffpunkt der Schüler/innen mit ihren drei Lehrern war das Louise-Weiss-Gebäude, gemeint ist das Parlamentsgebäude, das nach der Europäerin der ersten Stunde, Louise Weiss, benannt worden ist.

Schüler der Klasse 10c und EthikQ11 mit ihren Lehrern Dr. Barbara Haas, Karin Hitz und Volker Dollinger im Entrée des Louise-Weiss-Gebäudes – des Europäischen Parlaments.


In der allgemeinen Vorstellungsrunde aller 24 Teilnehmerstaaten im Plenarsaal des Europäischen Parlaments übernahm unser Mitschüler Leon Hartnagel die Repräsentation der Deutschen Delegation.
In seiner Ansprache stellte er nicht nur unser Gymnasium Feuchtwangen vor, sondern berichtete in dem voll besetzten Plenarsaal über unser Projekt „Ein bisschen Friede“, mit dem wir uns in Deutschland gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt hatten und somit für diese Teilnahme am  „Euroscola-Tag“ in Strasbourg uns qualifiziert hatten.

Daran anschließend diskutierte der Europa-Abgeordnete Miachel Cramer via Livestream (er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Brüssel) mit uns Teilnehmern und beantwortete unsere zahlreichen Fragen zur aktuellen EU-Politik.

Schüler des Gymnasiums Feuchtwangen im Plenarsaal des Europäischen Parlaments

Das sogenannte „Eurogame“ hielt Schüler und Lehrer in Atem: in Nationen übergreifenden Kleingruppen mussten unterschiedlichste Fragen, die in 24 Sprachen abgedruckt waren und sich von „Sokrates“ bis hin zum „Bruttonationaleinkommen“ befassten zunächst übersetzt, verstanden und bestenfalls richtig gelöst werden. Zum einzigen Lehrer-Gewinnerteam, bestehend aus vier Lehrern aus Zypern, Deutschland, Polen und Kroaten zählte unsere Englisch- und Geographielehrerin Frau Hitz.

Als Nächstes wurden die jungen Teilnehmer aller Europäischen Länder in Kommissionen aufgeteilt. Jede Gruppe behandelte ihr Thema explizit, auch in hitziger Debatte, wobei das Lachen natürlich nicht zu kurz kam.
Die Themen gingen von Umwelt, Energie, Flüchtlingssituation bis hin zu den Menschen-rechten in Europa. Hierbei wurden wir mit den verschiedensten Meinungen, Ansichten und Kulturkreisen unserer Europäischen „Euroscola“-Teilnehmer konfrontiert.
Wie ein roter Faden zog sich sich jedoch das aktuelle Thema „Brexit“ durch den ganzen Tag und gerade die jungen Schüler und Schülerinnen aus dem Vereinigten Königreich schienen besorgt ob des zukünftigen Kurses ihres Landes.

Jede Kommission hatte einen eigenen Besprechungsraum, in dem sie über ihr Thema debattierte und abschließend einen Bericht verfasste. Dieser Bericht wurde später im großen Plenarsaal des Europäischen Parlaments, den anderen Gruppen vorgestellt, diskutiert und schließlich von allen auf Annahme oder Ablehnung hin abgestimmt.
In der Realität entspricht dieser Verlauf einem zu beschließenden Gesetzesentwurfes.


Am Ende unseres zehnstündigen Aufenthaltes im „Europäischen Parlament“ sangen wir gemeinsam die  Europahymne – ein beeindruckender Abschluss, der in uns allen das europäische Gemeinschaftsgefühl weckte und uns verdeutlichte, dass hier junge Menschen aus allen Europäischen Ländern demokratisch über das Gute nachdenken und in ihrem Leben dieses Gute für sich, ihre Mitmenschen, ihr Land und unser aller Europa verantwortungsvoll, in der Zukunft, in ihren Händen tragen.


Bericht von Jill Manhart, Ismail Hürriyetoglu, Cordelia Wittemann und Leon Hartnagel (Q11)