Im Folgenden berichtet das P-Seminar von seiner Studienfahrt nach Lissabon vom 20. bis 27.Juli 2016.

Donnerstag

Baixa

Den ersten Tag unserer Lissabon Fahrt starteten wir mit einer Tour durch das Geschäfts- und Bankenviertel Baixa. Morgens um 8.45 Uhr trafen wir uns, gestärkt durch das gute Frühstück, in der Lobby, um gemeinsam mit der Tram zum Startpunkt unserer Tour, dem Bahnhof Cais do Sodré, zu fahren. Anschließend liefen wir, bei strahlend blauem Himmel, an der breiten Uferpromenade des Tejos entlang bis zu dem eleganten Praça do Comércio mit dem nördlich gelegenen Arco da Rua Augusta, der den Eingang zu der Einkaufsstraße Rua Augusta bildet.

Nach einigen Metern auf dieser Straße entdeckten wir auf der linken Seite den bekannten Elevador de Santa Justa, doch leider hatten wir nicht genug Zeit, mit dem Aufzug zu fahren. Stattdessen liefen wir weiter zum Rossio, einem der bekanntesten Plätze Lissabons. Unsere vorletzte Station war die Igreja do Convento de São Domingos, in die wir einen kurzen Blick warfen. Zum Schluss besuchten wir noch das Lisboa Story Center, indem uns die Geschichte Lissabons multimedial geschildert wurde.

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Anna & Stefanie

 

Bairro Alto

Nachdem wir uns am Vormittag die Baixa, die Unterstadt Lissabons, angeschaut haben, ging es nach einer kurzen Stärkung im lokalen Supermarkt steil bergauf Richtung Bairro Alto, der Oberstadt Lissabons. Dabei kamen wir am Praça dos Restauradores vorbei, der zusammen mit dem Denkmal in der Mitte des Platzes an die Restaurationskriege von 1640 erinnert. Während dieser Zeit erkämpfte sich Portugal nach 60-jähriger Herrschaft der Spanier die Unabhängigkeit zurück. Mit einer Straßenbahn erreichten wir dann einen der schönsten Aussichtspunkte Lissabons: dem Miradouro de São Pedro de Alcântara. Von dort hatte man zum einen einen wunderschönen Blick auf die Altstadt Lissabons. Zum anderen boten Händler ihre typisch portugiesischen Waren an. Nachdem alle Bilder gemacht und der Platz ausreichend erkundet war, machte sich unsere Gruppe auf dem Weg zur Igreja de São Roque und dem dazugehörigen Museum, dem Museu de São Roque. Nach einer 1 1/2 –stündigen Führung in Kirche und Museum, während der man unter anderem die Kapelle von Johannes des Täufers bestaunen konnte, ging es weiter zum Reservatório da Patriarcal, ein seit Jahren unbenutzter Wasserspeicher. Der Weg dorthin führte uns durch die engen und kleinen Gassen des Bairro Alto. Diese gaben uns erstmals einen Einblick in die portugiesische Lebensweise. Zudem konnten wir die typisch portugiesischen Fliesen, auch Azulejos genannt, an den Häuserfassaden erblicken. Der Aussichtspunkt Miradouro de Santa Catarina mit seinem wunderschönen Blick auf die gegenüberliegende Tejo-Seite, die Hafenanlage von Santos und Alcântara und die Brücke des 25. Aprils bildeten den Abschluss der Tour. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Mercado da Ribeira ließ die Gruppe den ersten Abend am Ufer des Tejo ausklingen. Alles in allem war der erste Tag ein gelungener Start in unsere Studienreise.

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Sandra & Lukas

 

Freitag

Ausflug nach Sintra

Am Freitag führte die Reise nach Sintra, eine Kleinstadt etwa 25 km westlich von Lissabon. Bekannt ist der Ort vor allem durch seine zum Teil jahrhundertealten Paläste, die Touristen aus aller Welt anlocken. Seit 1995 ist die Kulturlandschaft um Sintra Weltkulturerbe der UNESCO. Nach ersten Schwierigkeiten beim Kauf der Zugtickets erreichte die Reisegruppe ihren Zielort Sintra mit leichter Verspätung und brach dann zu einer überraschend anstrengenden Wanderung zum höher gelegenen Quinta da Regeleira auf. Ein Anfang des 20. Jahrhunderts errichtetes Anwesen mit romantischem Schloss, Kapelle und luxuriösem Park mit Seen, Grotten, Brunnen und einer Vielzahl von faszinierenden kleineren Bauwerken.

Zuerst verschwand die Gruppe in der Dunkelheit einer der vielen Grotten und fand sich dann in einem der beiden Initations Brunnen wieder, der mit seiner Tiefe von gut 30 Metern alle faszinierte. Als wir dann über die Wendeltreppe wieder ans Tageslicht gelangten, ging der Weg weiter zum einem burgähnlichen Bauwerk mit romantischen Einflüssen namens Cycad. Daraufhin gingen wir zu einem dem Namen nicht entsprechenden „Aquarium“, da man dort keine Fische oder ähnliches sehen konnte wegen der starken Trübung des Wassers. Der vorletzte Punkt des Anwesens war die kleine Kapelle, die durch ihre dem Palast angeglichene Bauweise und ihre wunderschönen Glasfenster ein Highlight des Gartens ist. Vor der Busfahrt zum Castelo dos Mouros besuchte die Gruppe noch das Schloss von dessen Terrasse man einen schönen Ausblick auf die Anlage und die folgenden Zielorte der Tour hatte, u.a. das Castelo dos Mouros. Am Castelo dos Mouros angekommen, erklammen wir die aus dem 8. und 9. Jahrhundert stammenden Ruine der Mauren. Der Große Höhenunterschied, der von vielen Stufen gezeichnet war, schwächte alle sehr. Die Rundumsicht von den höchsten Punkten der Ruine machte dies jedoch alles wieder gut, trotz der für Portugal ungewöhnlich niedrigen Temperaturen und dem zunehmend starken Wind. Vom höchsten Punkt hatten alle eine guten Blick auf den Palacio Nacional da Pena, ein 1840 erbauter Palast, der auf den Ruinen eines Klosters erbaut wurde und wegen seines eklektistischen Baustils auch „Neuschwanstein Portugals“ genannt wird. Nach einem kurzen Aufenthalt dort begab sich die Gruppe wieder zum Bus der sie zum Bahnhof brachte um dann wieder nach Lissabon zurückzukehren.

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Daniel & Michael

 

Samstag

Mouraria & Graca

Am Samstag Vormittag begab sich die Gruppe in zwei der ärmeren und älteren Stadtviertel Lissabons. Das erste, die Mouraria, ist ein im Mittelalter für die unterworfene maurische Bevölkerung eingerichtetes Viertel, das für hohe Kriminalität stand und teilweise noch steht. Das Zweite, ein Arbeiterviertel, das früher eine Vorstadt Lissabons war, ist der Gegenpol zur Mouraria, durch mehr Begrünung und lichtere Bebauung. Zuerst fuhr die Gruppe mit einer der historischen Trams der Stadt um den Burgberg, auf dem sich das Castello Sao Jorge befindet, eine im 11. Jahrhundert von den Mauren erbaute Burg, die beim Erdbeben von Lissabon weitestgehend zerstört wurde. Nach einem kurzem Marsch zum höher gelegenen Miradouro Nossa Senhora do Monte konnte die Gruppe einen der schönsten Ausblicke über die Stadt genießen. Von dort ging es zum neben der Igreja e Mosteiro Sao Vincente de Fora gelegenen Flohmarkt Feira de Ladra, was so viel bedeutet wie „Markt der Diebin“. Der Flohmarkt, den es seit dem 12. Jahrhundert gibt, ist wegen der vielen Antiquitäten ein Magnet für Touristen. Danach führte der Weg zum Museo Militar, das sich in einer alten Schiffswerft befindet, dieses wurde wegen seiner schlechten Bewertungen aber nicht besichtigt.

Michael & Daniel

 

Avenida da Liberdade & Santana

Meine Aufgabe bei der Studienfahrt nach Lissabon war es die Tour 4, die auch Tour Avenida da Liberdade und Santana genannt wird, vorzubereiten. Dies ist nur eine von etlichen Touren, die im Müller Reiseführer empfohlen werden. Aber man wird feststellen, dass sie ihre Daseinsberechtigung findet, denn sie lockt mit einer Prachtstraße, kleinen Gässchen, wunderschönen Aussichtspunkten und dem größten Park in Lissabon. Los geht es mit einem riesigen Platz mitten in Lissabon. Inmitten des Praca dos Restaurandores, also „Platz der Erneuerer“, ist ein 30 Meter hoher Obelisk platziert; auf diesem sind die Daten der wichtigsten Schlachten zur Befreiung Portugals verzeichnet. Außerdem wird dieser Platz von vielen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert umringt, was ihm einen charmanten altmodischen Stil verleiht. Weiter geht es auf die Prachtstraße Avenida da Liberdade, die von Palmen und Platanen umgeben ist und mit eleganten Geschäften lockt. Doch nach einigen Metern haben wir diese Straße wieder verlassen, denn unser Ziel ist der Santana Hügel. Dabei hebt uns der Ascensor do Lavra, eine von drei Standseilbahnen in Lissabon, bei einer Steigung von 25% bequem auf den Santana-Hügel.

Oben angekommen ist auch schon das bakteriologische Institut der Uni Lissabon zu bewundern, was sofort auffällt ist, dass es sehr modern gestaltet wurde. Erneut ist ein Platz unser Ziel, der Praca dos Martires da Patria. Früher wurde der Platz für Stierkämpfe und Märkte verwendet, heute residiert hier die deutsche Botschaft und das Goethe-Institut. Nach einer kurzen Pause ging es dann schon weiter zu einem „der schönsten Aussichtspunkte Lissabons“: dem Jardim do Torel. Nach etlichen schon abgegrasten Touren ist uns aufgefallen, dass sich viele Aussichtspunkte diesen Titel verliehen haben, aber bei diesem war es berechtigt und das sage ich jetzt nicht nur, weil sich dieser in meiner Tour befindet. Nach einer erneuten Fotopause mit wunderschönem Ausblick geht es dann auch schon wieder runter von dem Hügel, dieses Mal aber zu Fuß und dann ab in die Metro Richtung Parque Eduardo VII. Kurzer Fußmarsch und der größte Park Lissabons ist erreicht. Ein überwältigender Ausblick über den ganzen Park hat uns erwartet.

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Oliver

 

Sonntag

Alfama

Am 5. Tag unserer Studienreise nach Lissabon, den 24.7.2016, ein Sonntag, trafen wir uns alle ausgeschlafen und reisefertig in der Lobby unseres Hotels ein. Von dort aus machten wir uns zur U-Bahn Station auf und fuhren mit dieser Richtung Alfama. Diese ist das älteste und wohl noch ursprünglichste Stadtviertel Lissabons. Von den Phöniziern als Handelsstützpunkt errichtet, bildete sich über die Jahre Lissabon, wie wir es heute kennen. Schräg gegenüber dem „Praca do Comercio“ dem Startpunkt unserer Tour, lag die erste Station die „Igreja da Conceicao Velha“, eine spätgotische Kirche, die vor allem mit ihrem Steinportal im Stil der Manuelinik überzeugte. Die Kirche wurde, wie viele andere Gebäude, beim großen Erdbeben 1755 in Lissabon stark beschädigt, wurde jedoch wieder aufgebaut und restauriert. Keine 200 m weiter gelangten wir zum „Casa dos Bicos“ dem Haus der Spitzen, man erkennt schnell, woher das Haus seinen Namen bekommen hat, durch die Steinspitzen die die komplette Fassade des Hauses bedecken. Bergaufwärts kamen wir zu einer Kirche, der „Igreja de Santo Antonio“, die wie der Name schon verrät, dem heiligen Antonius geweiht ist, einem ehemaligen Franziskaner Mönch, der gleichzeitig inoffizieller Schutzpatron der Stadt ist. Der Hauptteil der barocken Kirche wurde erst nach 1767 erbaut und war deshalb noch sehr gut erhalten. Gleich gegenüber liegt wohl die Hauptattraktion der Alfama, die „Catedral Se Patriarcal“, die älteste Kirche der Stadt, deren beiden festungsartigen Türme hoch über das komplette Stadtviertel stechen. Ihr Grundstein wurde 1147 über den Überresten einer Moschee gelegt, als Zeichen des Sieges des Christentums über den Islam. Die dicken Mauern und die Fensterrose der Kirche entfalten ihre Wirkung erst beim Eintreten in die Kirche, auch islamische Elemente wie der fünfzackige Stern an manchen Fenstern waren bei genauerer Betrachtung zu erkennen. Weiter bergauf ging es nun zum „Teatro Romano“ einem ehemaligen Theater von den Römern erbaut, wie der Name schon erahnen lässt. Unsere Mittagspause legten wir am „Miradouro de Santa Luzia“ ein, einem Aussichtspunkt, der seinem Namen durch die nahe gelegene Kirche St. Luzia bekommen hat. Von dort aus sah man erst die Größe und Bauweise der Alfama, von der Spitze des Berges, auf dem die Burg „Sao Jorge“ liegt bis zum Fluss Tejo am anderen Ende. Auf dem Weg zur letzten Station dem „Museu do Fado“ liefen wir durch die engen Gassen der Stadt, die durchaus an eine islamische Stadt erinnern lassen. Ein weiteres bekanntes Merkmal sind die eisernen Balkonbrüstungen und die bunten Girlanden, die die Gassen zieren und die dort häufig vorzufinden sind. Am Museum angekommen besuchten wir dieses und tauchten in die Geschichte des Fado ein, ein portugiesischer Musikstil, der vor allem durch seine lange Tradition die er in Lissabon besitzt, überzeugt. Nach dem Museumsbesuch beendeten wir unsere Tour und der Rest des Tages wurde zur freien Verfügung gestellt.

Johannes

 

Und am Sonntag ging es dann los mit der Tour 2 , welche die Alfama umfasste. Unser Startpunkt war wieder mal der Praça do Comércio ( Platz des Handels) und von hier aus ging es in das alte maurische Stadtviertel . Dadurch das unsere Tour am Sonntag abgehalten wurde konnten wir zahlreiche Gottesdienste in verschiedenen Sprachen beobachten, die in den zahlreichen unterschiedlichen Kirchen und Kathedralen abgehalten wurden. Unsere erste Kirche war die Igreja da Conceição Velha danach ging es zum Casa dos Bicos, jenes Gebäude ist heute eine Stiftung für portugiesische Schriftsteller und fällt besonders wegen der venezianischen Fassade auf. Danach folgten die Kirche des heiligen Antonius dem inoffiziellen Schutzpatron der Stadt und die größte Kathedrale in ganz Lissabon. Später besichtigten wir die Ruinen des römischen Theaters und legten danach eine Pause beim Miradouro de Santa Luzia ein. Als letzter Punkt unserer Tour blieb nur noch das Museu do Fado. Dort konnte man verschiedene Fado Stücke anhören oder in einem kleinen Kino mehr über diese Musikrichtung erfahren.

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Alexander

 

Montag

Belém

Am Montag fuhren wir mit der Tram vom Nahverkehrsknotenpunkt Cais do Sodré zum Hieronymitenkloster. Das Kloster wurde von 1501 bis 1601 im Auftrag König Manuels I. gebaut und mit Hilfe des „Pfefferzwanzigsten“ – einer Steuer auf den Gewürzhandel – finanziert. Im Kloster sind u.a. König Manuel und Fernando Pessoa, ein bedeutender portugiesischer Lyriker beigesetzt bis zum Jahr 1834 lebten hier noch Mönche des Hieronymus-Ordens. Jetzt sind in den Seitenflügeln das Marinemuseum und das Archäologische Museum untergebracht. Nach der Besichtigung des Klosters gingen wir durch den Platz des Imperiums weiter zum Denkmal der Entdecker, das an die Zeit der Seefahrt erinnern soll und im Jahr 1960 durch das Salazar Regime errichtet wurde. Das „Pardrao dos Descrobimentos“ zeigt wichtige Portugiesen aus dem Spätmittelalter. Aufgrund von Renovierungsarbeiten war leider vom eigentlichen Denkmal nicht viel zu sehen. Danach gingen wir am Tejo entlang zum „Torre de Belém“. Dieser Turm, der als Leuchtturm und zur Verteidigung diente, wurde ab dem Jahr 1515 gebaut. Bis zum Erdbeben 1755 gab es außerdem auf der anderen Seite des Flusses noch einen zweiten, baugleichen Turm.

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Quirin

 

Ausflug nach Cascais

Cascais ist ein Badeort westlich von Lissabon, der primär wegen seiner drei schönen Sandstrände bekannt ist. Es lohnt sich allerdings sehr, sich den Ort selbst genauer anzusehen: den Hafen, die alte Zitadelle, welche heute ein Luxushotel beherbergt, den alten Leuchtturm, den Stadtpark und vor allem auch die alten Gässchen, die zum Verweilen einladen.

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Dienstag

Cristo Rei Statue

Am letzten Tag besuchten wir den besten Aussichtspunkt, die Cristo Rei Statue, welche uns einen guten Blick auf die Ponte de 25 Abril und ganz Lissabon geboten hat. Am Dienstagvormittag ist unsere Gruppe deshalb ab der Station Roma, welche sich fast neben unserem Hotel befand mit der U-Bahn bis zur Endstation Cais do Sodré gefahren. Dort befindet sich das Fährterminal gleich außerhalb des Bahnhofs. Mit der Fähre sind wir dann bis Cacilhas gefahren und von dort aus mit dem Bus direkt zur Cristo Rei Statue. Die Statue wurde nach dem Vorbild der Cristo-Redentor Statue in Rio de Janeiro gebaut, nachdem Portugal vor dem zweiten Weltkrieg verschont wurde. Sie befindet sich in der Stadt Almada und stellt Christus mit geöffneten Armen dar. Die 28 Meter hohe Statue befindet sich auf einem 75 Meter hohen Betonsockel und ist somit eines der höchsten Gebäude Portugals. Nach einer zehnjährigen Bauzeit wurde die Statue 1959 eingeweiht, wobei auch der Erzbischof von Rio de Janeiro teilgenommen hat.
Nach diesen allgemeinen Informationen sind wir mit dem Aufzug nach oben auf die Plattform gefahren, wo jeder schöne Bilder machen konnte. Danach gab es noch Informationen zur Brücke des 25. April: Sie befindet sich über dem Tejo, welcher mit 1007 km der längste Fluss der Iberischen Halbinsel ist. Die 3,2 km lange Brücke dient als modernstes Wahrzeichnen von Lissabon und wird täglich von ca. 400.000 Personen überquert. Sie wird sowohl für den Straßen, als auch für den Eisenbahnverkehr genutzt und verbindet den Lissaboner Stadtteil Alcântara mit der Stadt Almada. Nach vier Jahren Bauzeit mit ungefähr 3.000 Arbeitern täglich wurde die Brücke 1966 fertiggestellt. Aufgrund ihrer Farbe und ihren fachwerkartigen Trägern, kann man die Ponte de 25 Abril leicht mit der Golden Gate Bridge in San Francisco verwechseln. Gut informiert haben wir uns dann auf den Rückweg begeben. Schließlich endete unser Ausflug am Bahnhof Cais do Sodré.

Carolin & Marie

 

Amoreiras

Am Dienstag, den 26.07.16 machten wir uns gegen 14.00 Uhr auf in das Stadtviertel Amoreiras. Es war das erste industriell genutzte Arbeiterviertel und besticht noch heute durch sein baumgesäumtes und modernes Straßenbild. Das Viertel wurde erst nach dem großen Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 errichtet und beherbergt deshalb ausschließlich moderne und unbeschädigte Gebäude. Startpunkt der Tour war der Friedhof „Cemiterio dos Prazeres“. Er wurde 1833 nach einer Cholerawelle errichtet und diente vor allem dem betuchten Teil der Bevölkerung, was uns an den prächtigen Mausoleen erkennbar wurde. Als nächste Station besichtigten wir die nahegelegene neugotische Kirche „Igreja do Santo Condestavel“. Besonders sehenswert daran waren die großen modernistischen Glasgemälde in den Seitenschiffen. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir das Wahrzeichen dieses Stadtviertels, die Kirche „Basilika da Estrela“. Ihre gigantische weiße Kuppel ist noch aus großer Entfernung erkennbar und der kreuzförmige Grundriss ist typisch für die römische Bauweise. Sie wurde 1776 auf Veranlassung der Königin Dona Maria der I. erbaut um die Geburt ihres Sohnes zu feiern. Im angrenzenden Park „Jardim da Estrela“ verweilten wir kurz. Die großen Bäume und der Schwanenteich sorgten für eine gemütliche Atmosphäre. Als Höhepunkt und zugleich Ende der Tour fungierte der große Wasserspeicher „Mae de Agua“. Obwohl er nicht mehr zur Wasserversorgung genutzt wird, ist er immer noch mit einer halben Million Liter Wasser gefüllt, und bietet dadurch eine einmalige Kulisse. Letztere wird hauptsächlich für Hochzeiten oder andere feierliche Anlässe genutzt. Eine im hinteren Bereich gelegene Treppe führt auf das Dach. Von dort aus konnten wir noch einmal abschließend die Aussicht über das Stadtviertel, die Basilika und das größte Einkaufszentrum Lissabons genießen.

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Dominik